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Der Begriff Konsum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie verbrauchen. Darunter wird im Allgemeinen der Verzehr oder Verbrauch von Gütern verstanden.
Konsum-Zeichen seit 1958
In den Zeiten der DDR gab es den KONSUM: Den kleinen oder auch größeren Laden um die Ecke, der Waren des täglichen Bedarfs im Angebot hatte. Auch Hochstedt hatte einen solchen KONSUM. Zunächst befand er sich am Ortseingang, wenn man von Vieselbach kommt, im ersten Haus auf der rechten Seite. Dort, in den ehemaligen Räumen der Schankwirtschaft "Zur Tanne" war der KONSUM bis in die 1970er Jahre untergebracht. In Holzregalen und in hölzernen Schubfächern gab es dort von der Butter über Mehl bis zum Waschmittel alles zu kaufen, was es gerade gab.
Dann wurde neu gebaut und ein neuer KONSUM entstand in der Ortsmitte, der mit seinen zwei großen Schaufenstern schon an eine kleine Kaufhalle erinnerte. Rechts, gleich neben dem Eingang standen die Wasch- und Putzmittel im Regal, bevor es weiter zu den Haushaltwaren ging. Weiter hinten, gegenüber des Eingangs befanden sich die Kühlschränke und -Regale mit Butter, Milchflaschen, Käse und Eis.
Dann kam man an die Theke mit der Waage für Früchte und all das, was gewogen werden musste und der Kasse. Hinter der Theke stand das Regal mit den Spirituosen und dem Kaffee.
In der Mitte des Ladens gab es ebenfalls Regale: Im hinteren Teil des KONSUMs gab es dort die Süßigkeiten, wie die Schlager-Süßtafel, die es bis heute gibt oder auch Waffeln und Bonbons. Im vorderen Teil standen die Getränkekästen mit Bier und Brause.
Wenn man Mitglied bei KONSUM war, erhielt man nach dem Einkauf in der Höhe des gekauften Warenwertes Rabattmarken, die sorgfältig in ein KONSUM-Buch eingeklebt wurden. Nach der Abrechnung des vollen Heftes, einmal im Jahr, bekam man Geld zurückerstattet.
Neben dem Konsum gab es noch weitere Geschäfte im Ort, die Lebensmittel verkauften und es zum Teil auch heute noch tun, wie die Bäckerei Leidenroth, die bis heute auf über 50 Jahre Backhandwerk in Hochstedt zurückblicken kann.
Dann gab es noch das kleine Geschäft von "Bäcker-Elli", wie es genannt wurde, wo immer ein oder zwei Bonbongläser auf der Theke standen.
Um an diese KONSUM-Geschichte zu erinnern und den Hochstedter KONSUM nicht in Vergessenheit geraten zu lassen gibt es ihn nun wieder - wenn auch nur virtuell - unseren KONSUM, wo man etwas kaufen kann.
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