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Seite 1 von 3 Waidernte und Weiterverarbeitung 
Nach etwa drei Monaten des Wachstums, seit Ausbringen der Saat, war am 20. Juli 2005 die Zeit gekommen unseren ersten Hochstedter Waid nach über hundert Jahren Pause zu ernten. Keiner von uns wusste, wie Waid geerntet wird ... 
... und sämtlicheHinweise, die wir in Büchern oder im Internet finden konnten wurden beachtet. 
Vermutlich hätten wir den Waid auch tiefer abschneiden können - aber wen kümmert das schon? Unsere drei Reihen Waid... 
... brachten immerhin einen Ertrag ... 
... von 6,6 kg Blätter, und das trotz des Hagelschadens vom 15. Juli. 
Nach dem Wiegen wurde der frisch geerntete Waid, wie auch in der Vergangenheit, gewaschen. Unsere Vorfahren haben dann allerdings den Waid auf Haufen geschüttet und zum gären gebracht. Ihr Waid war zur Herstellung von Farbstoff gedacht. Hingegen soll unser Waid einem anderen Zweck dienen ... 
... dazu haben wir ihn zum Trocknen unter dem Dach einer Scheune ausgebreitet. Zunächst hatten wir vor den Waid auf Schnüre zu fädeln, um ihn so trocknen zu können. Einige Vereinsmitglieder kannten das Verfahren vom Tabak-Fädeln. Aber daraus wurde nichts da sich die Stängel der Waidblätter als stark brüchig erwiesen. Somit wurde kurzerhand der Waid auf Gewebe gelegt und wird nun täglich gewendet. 
Wie sich herausstellte, brachte die Umstellung des Trocknungsverfahrens mehr Zeit für den gemütlichen Teil der Aktion.
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