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Seite 1 von 2 Seit dem Herbst 2008 wurde das Waidbeet so prÀpariert, dass im Jahr 2009 zum ersten Mal Winterwaid geerntet werden kann, der einen höheren Ertrag bringen soll. Die Anleitung zum Anbau erschien als Aufsatz eines Kersplebener Lehrers in den Heimatheften (Heimatspiegel) von 1926. Darin wurde beschrieben, dass Schafmist der beste Dung im Waidboden sei. Im
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Die Aussaat auf den Schnee am 2. Februar 2009
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November wurde deshalb eine Karre Schafmist in den Boden des Waidbeetes gegraben. Die Saat sollte dann um Weihnachten ausgebracht werden. Starkfrost bis Ende Januar verhinderten jedoch die Aussaat. Erst am 2. Februar wurde der Waidsamen, wie im Bericht beschrieben, auf die Schneedecke gesĂ€t. (siehe Abbildung - Eine VergröĂerung des Bildes erscheint nach dem Anklicken, das Ăffnen weiterer Fenster muss jedoch erlaubt sein)
Durch das Schmelzen der Schnees sollte der Samen auf den Boden gelangen und zum Keimen kommen. Da fĂŒr die Folgezeit (nach der Aussaat) Temperaturen ĂŒber dem Gefrierpunkt vorhergesagt waren, sprach nichts gegen die Aussaat. Als Abschluss dieser Arbeiten wurde der Samen festgestampft, damit er nicht vom Wind verweht werden konnte.
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Waidsamen drei Wochen nach der Aussaat am 25. Februar 2009
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Bis zum 25. Februar, also etwas mehr als drei Wochen nach der Aussaat, tat sich auf dem Beet nichts. Das Wetter zeigte sich seit dem Ausbringen der Saat unverÀndert, zum Teil bedeckte Schnee den Samen, zumeist war der Boden stark gefrohren. Nach einem bis zwei Tagen Tauwetter war der Schnee zwar verschwunden, jedoch der Frost in der Nacht machte ein Keimen anscheinend unmöglich. Bisher hÀtte man also mit der Saat durchaus auch bis Anfang MÀrz warten können. Es bleibt abzuwarten, welche Wetterkapriolen der MÀrz bringt.
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Keimender Waid am 12. MĂ€rz 2009
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Der MĂ€rz begann recht kĂŒhl und schmuddelig. Dadurch war noch nicht viel VerĂ€nderung auf dem Beet zu bemerken. Dann, gegen Mitte des Monats schien jedoch die Sonne und der Waidsamen begann tatsĂ€chlich zu keimen. Kleine purpurne Wurzeln schoben sich aus den SamenhĂŒlsen in die Erde. Zumindest hat dieser Waid damit mindestens vier Wochen Vorsprung zu dem in den Vorjahren angebauten. Bleibt nun nur noch abzuwarten, wie der Waid auf den eingearbeiteten Schafmist reagiert. Im Umfeld der Waidsamen zeigen sich jedenfalls zahlreiche PflĂ€nzchen, die eigentlich dort nicht hingehören.
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WaidpflÀnzchen am 30. MÀrz 2009
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Gegen Ende des Monats waren dann schon richtige kleine Pflanzen zu sehen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat dieser Waid tatsÀchlich mehrere Wochen Vorsprung in seiner Entwicklung. Auch die kalten NÀchte scheinem ihm nicht das geringste auszumachen.
Selbst der eigentlich reichlich auf dem Beet vorhandene Schafmist stellt bisher kein Problem dar. Manch einer hatte nĂ€mlich angemerkt, dass der Dung zu scharf fĂŒr die Pflanzen sein könnte. Bisher ist zum GlĂŒck noch nichts zu sehen, was diese Vermutung bestĂ€tigen könnte.
Gegen Ende April und Anfang Mai war der Waid recht stattlich anzusehen. Der Mist hat nichts bewirkt, auĂer die Pflanzen zu dĂŒngen. Leider hat sich aber auch der Nachteil von Schafmist bemerkbar gemacht, weil zahlreiche UnkrĂ€uter zwischen dem Waid wuchern, deren
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Unkraut und Waid am 27. Mai 2009
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Samen die Bestandteile vom Mist darstellen. Die Schafe verdauen diese nicht, sondern sie werden - zum Nachteil der Waidbauern - ausgeschieden und keimen im Beet. Einiges an Zeit fĂŒr das UnkrautjĂ€ten ging bei der Beetpflege drauf. Ganz im Gegensatz zu den Vorjahren.
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