Für die Sendereihe "Unterwegs in Thüringen" hatte sich der MDR das Thema Waid für eine Folge vorgenommen. Der Regisseur, Hendrik Sachs, war schon im zeitigen Frühjahr 2013 unterwegs um Drehorte zu sichten und interessante Geschichten über den Waid zu erfahren. Dabei stieß er auch auf uns und das Waidmuseum. Zur Vorbesichtigung der Drehorte trafen wir uns erstmals im März - leider lag zu diesem Zeitpunkt jedoch noch Schnee auf dem Waidbeet. Trotzdem zeigte sich Herr Sachs überrascht vom Museum.
Eine weitere Besichtigung der Drehorte fand am 24. Juni statt. Hier konnten sich der Kameramann und die Aufnahmeleiterin ein Bild vom Drehort machen. Der Drehtermin war für die Woche vom 22. bis zum 27. Juli geplant, also vier Wochen später. Gezeigt werden sollte, wie mit der Moderatorin, Steffi Peltzer-Büssow, Wolle mit frischen Waidblättern blau gefärbt werden kann.
Als endgültigen Drehtag in Hochstedt war der 22. Juli vorgesehen. Das dieser Tag zu einem der heißesten des Jahres werden sollte war da noch nicht abzusehen gewesen. Wir hofften, dass mit dem Färben alles klappen würde, wir hatten neue Chemie dafür bekommen und uns ein anderes Verfahren zur Indigo-Gewinnung ausgesucht. Es ähnelt dem, womit wir Indigopulver gewannen, sollte also zum Färben auch nutzbar sein.
Leider hatte uns das Wachstum des Waid etwas Schwierigkeiten bereitet - das Frühjahr war wohl doch zu nass. Daher reichte der "Ersatzwaid" zum Färben nicht aus und zwei Reihen des Beetes mussten dran glauben.
Am geplanten Drehtag kamen die MDR-Leute und packten zunächst ihre Gerätschaften aus. Dann ging es aber auch schon los, denn das Sonnenlicht in seinem Lauf kam immer mehr auf die Podeste vor dem Museum zu und das gefiel dem Kameramann überhaupt nicht.
Erfreut nahm der Drehstab zur Kenntnis, dass eigentlich alles schon für das Färben vorbereitet war. Wir hatten zwei Töpfe auf dem Feuer mit denen gefärbt werden konnte.
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| Ankunft des MDR und unsere Färbeecke vor dem Museum | |
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Extra für den Drehtag hatten wir unseren Waid-Rost erstmals in die Position geschoben, an der er künftig stehen soll. Das war aber auch dem Platz vor dem Waidbeet geschuldet, wo er bisher gestanden hatte. Dann hätte man das Beet nicht mehr so schön sehen können. Das war übrigens mit einer neuen Schicht Hochstedter Sandsteine frisch eingefasst worden. Das war zwar ungeplant gewesen, aber die Steine kamen in der Vorwoche und lagen am Beet im Weg.
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| Während die einen Vorgespräche führten gab es schon Topfgucker | |
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| Bilder vom Dreh | |
Inzwischen drohte die Sonne immer mehr ins "Bild" zu kriechen und so mancher Zuschauer suchte sich ein schattiges Plätzchen.
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| Schattenplätze | |
Dann ging es weiter mit den Dreharbeiten.
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| Moderatorin und Magd im Schatten bevor die Technik eingepackt werden konnte. | |
Die Färberei konnte als nicht ganz gelungen bezeichnet werden. Es war zwar ein Farbumschlag bei Sauerstoffzufuhr zu sehen, ein kräftigeres Blau gelang an diesem Tag jedoch nicht. Die Dreharbeiten zogen sich bis nach dem Mittag hin. Nur gut, dass zum Schluss im Museum gedreht wurde, wo es temperaturmäßig auzuhalten war.
Jetzt blieb nur noch abzuwarten, was der Drehstab aus den aufgenommenen Bildern machte. Der Sendetermin war für Ende September geplant - wir waren gespannt.




















