Wie ein schlechter Faschingsscherz mutete eine Nachricht zu Beginn des neuen Jahres an. Eine schlimme Nachricht für diejenigen, die direkt bei Zalando arbeiten aber auch für jene, die indirekt auf den Onlinehändler angewiesen sind, erreichte sie Anfang Januar, kurz nachdem das Weihnachtsgeschäft durchgezogen war. Der Bestellriese kündigte an, seinen Standort im GVZ Ende September zu schließen. Er begründete dies auch mit der mittlerweile veralteten Technik. Außerdem würde man sich am Markt anders aufstellen wollen, auch um dann seinen im Bau befindlichen Standort bei Gießen den Vorzug zu geben.


Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass der Grundstein in der Hochstedter Flur freudig für den „größten Kleiderschrank Europas“ gelegt wurde. Mit dabei waren damals viele Politiker der Stadt und der Landesregierung, die ein sattes Millionenpaket als Willkommensgeschenk mitgebracht hatten. Dieses ist wohl jetzt abgewirtschaftet und man zieht zum nächsten Standort weiter, um dort den Heuschreckenfraß weiter zu betreiben. Übrig bleibt bei uns ein riesiger grauer Klotz in der Flur, den man so schnell sicher nicht mit Ersatz gefüllt bekommt. Zurück bleiben aber nicht nur bauliche Riesen, sondern auch die Mitarbeiter, Zulieferer und die indirekt betroffenen, die sich in der Nähe eingerichtet haben und nun auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind.

 

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