Schlittenfahrt ganz groß

Eine Geschichte aus den 1930er Jahren

Unten im Gutshof, in einem Schuppen, stand die "Schlefe". So wurde der große Schlitten des Bauern hier genannt, der von Pferdegespannen gezogen und zum Gütertransport benutzt wurde. Da gerade viel Schnee gefallen war und die Hochstedter Burschen schon immer zu Späßen und Abenteuern aufgelegt waren, wurde die "Schlefe" aus ihrem Verschlag geholt und an der Kirche vorbei, die "Hohle" hinauf gezogen. Die Deichsel war abmontiert und der Schlitten in Position gebracht worden. Das nicht unerhebliche Gefälle der "Hohle" bescherte der "Schlefe" ein ungeahntes Tempo. Da der Weg auf Höhe der Kirche scharf rechts abbiegt wäre eine Lenkung angebracht gewesen. Da dies aber nicht ging raste (plederte) man ungebremst in die Scheune (Schenne) die in der Kurve stand. Durch den Aufprall rutschten die Schlittenfahrer über das blanke Holz des Schlittenbodens. Die Strafe für dieses Späßchen bestand darin, sich gegenseitig unter allgemeinem Gejammer, große und kleine Holzsplitter aus dem A... zu ziehen.

Diese Geschichte wußten Otto und Manfred Schüßler

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