Um 1870, vermutlich 1873/74, wurde am westlichen Rand des Ortes, an der Ecke der heutigen Sömmerdaer Straße/Alte Schmiede, eine Ziegelei eingerichtet. Der hohe Lehmgehalt des Bodens bot dafür eine gute Voraussetzung. Besitzer war 1873 Karl Friedrich Grenzdörfer. Mit den von ihm hergestellten Ziegeln standen neben dem Lehm und den aus dem Steinbruch südlich des Ortes gebrochenen Steinen weitere Baumaterialien für die Häuser zur Verfügung. Das Lehmholen war den Einwohnern von Hochstedt für ihren Eigenbedarf am Stadtweg und in der Hohle gestattet. Am Stadtweg konnte dies kostenlos geschehen, während an der Hohle 30 Pfennige pro einspänniger Fuhre verlangt wurden.Grenzdörfer war das Lehmstechen am Stadtweg durch den Gemeinderat untersagt. Er bekam zunächst das Recht, Lehm kostenlos am Gemeindeberg zu holen. Die allgemeine finanzielle Not zwang allerdings die Gemeinde, ihm 1874 ein Areal von einem Acker am Gemeindeberg zum Lehmstechen für 280 Taler zu verkaufen.

 

 Gemälde der Ziegelei

Ziegelei Grenzdörfer um 1925, Öl auf Leinwand von einem unbekannten Künstler

 

In Auszügen aus: Dagmar und Walter Blaha, Hochstedt- eine Ortsgeschichte

 

 

 

 

 

 

 

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