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Wir beendeten die Besichtigung des Domplatzes und seiner Gebäude und bogen in die angrenzende Kreuzgangstraße ein. Hier stand ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Die Grüne Zitadelle.

Dabei handelt es sich um das sogenannte Hundertwasser-Haus.

Der Gebäudekomplex hatte den Namen "Grüne Zitadelle" deshalb erhalten, weil er von oben betrachtet eher wie ein grüner Park aussah. Das dies tatsächlich so ist, kann man unter "Google" schnell überprüfen. Friedensreich Hundertwasser war nach der politischen Wende von den Stadtvätern angeschrieben worden, die ihn um Hilfe gebeten hatten, ein Haus für den Breiten Weg zu entwerfen. Hundertwasser, damals in Wien lebend, sah die Bilder der "Betonwüste" die nach den Kriegsschäden hier entstanden war und nahm sich des Projektes an. Es sollte das letzte seiner Gebäude werden. Er plante es von Neuseelland aus, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Hundertwasser starb im Jahr 2000 und man beriet, ob man überhaupt ein solches Gebäude bauen konnte, ohne das der Planer um Rat gefragt werden könne. Man entschied sich schließlich für die Bauausführung weil die Pläne bis ins Detail fertiggestellt waren. Die Grundsteinlegung war im Jahr 2003 und die Fertigstellung zwei Jahre später, 2005. Seitdem ist das Gebäude einer der Besuchermagneten der Stadt. Auch wir durchquerten das Gebäude durch geschwungene Tunnel und Passagen, die in Innenhöfe führten von denen man zur anderen Seite des Hauses gelangte.

Die Grüne Zitadelle

Die Grüne Zitadelle spuckte uns auf der zum Breiten Weg gelegenen Seite aus, wo wir einen Blick auf die Klosterkirche 'Unserer Lieben Frauen werfen konnten. Der Himmel hatte sich inzwischen mit Wolken verhangen und das Wetterglück schien uns zu verlassen. Wir waren aber eigentlich mit unserem Besichtigungsprogramm am Ende angelangt, weshalb wir uns auf den Weg zum Kaffee Köhler machten, wo für uns Plätze reserviert waren. Wir überquerten den Breiten Weg und gelangten an einen Platz mit einem Brunnen in dessen Zentrum.

Kloster Unserer Lieben Frauen
Auf dem Weg zum Kaffeehaus Köhler Apel-Brunnen

Der im Jahr 1986 von Heinrich Apel geschaffene Brunnen mit seinen 22 Figuren soll Sinnesfreuden verströmen. Diese Freuden waren uns aber in diesem Augenblick egal, denn es begann tatsächlich zu nieseln. Zum Glück stand das Kaffeehaus an diesem Platz und wir beeilten uns, dass wir ins Trockene kamen.

Im Kaffee angelangt verabschiedeten wir uns von Herrn Hamsch vom Tourismusbüro Touralis und bedankten uns für seine informative und sehr kurzweilige Führung. Wer die Dienste des Tourismusbüros in Anspruch nehmen möchte - was sehr zu empfehlen ist - erreicht es hier >>>

Kaffee Köhler

Nachdem wir uns bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, verabredeten wir, uns um 17.00 Uhr wieder am Bus, der noch immer vor dem Dom stand, zu treffen. Einige wollten noch eine Weile hier sitzen, während andere auf Souvenir-Jagd gingen oder sich noch etwas ansehen wollten. Für das Auswählen und Suchen von Andenken boten sich die kleinen Läden im Erdgeschoss des Hundertwasserhauses an, die in den Höfen zu finden waren. Zum Glück war das Regengebiet schon wieder abgezogen, so dass wir unsere letzte Stunde in Magdeburg ohne Feuchtigkeit von oben und Regenschirm verbringen konnten. Als wir zum Domplatz zurückkehrten ragte der Dom sogar schon wieder in den blauem Himmel.