Die Kleingartensparte "Eintracht Hochstedt" feierte am 24. Juni 2017 ihr Sommerfest. Mit Zelten hatte man sich auch auf schlechteres Wetter vorbereitet, was aber nicht notwendig gewesen wäre. Ein herrlicher Sommertag war wie für das Sommerfest der Gärtner geschaffen. Am Nachmittag hatten sich noch nicht so ganz viele Gäste eingefunden, was zum Teil auch an den hohen Temperaturen gelegen haben mag. Das Zelt bot jedoch auch Schutz vor der sengenden Sonne.
Ein Stück den Hang hinauf war das "Essenkommando" bei der Arbeit. Hier gab es nicht nur Diverses vom Rost - wie in unseren Breiten üblich - sondern auch Leckeres aus dem Gulasch-Topf. Trinkbares gab es selbstredend auch, was bei der Wetterlage auch dringend notwendig war. Der Vereinsvorsitzende, Hermann Drosten - begrüßte die Gäste und stellte auch gleich eine Chronik vor, die siebzig Jahre der Kleingartenanlage beleuchten soll, denn so alt ist sie in diesem Jahr geworden.
Wolfgang Meier, der seit 1976 Mitglied in der Gartenanlage ist hat die Chronik recherchiert und dabei viel Unterstützung von Gartenfreunden erhalten, aber auch von Hochstedtern, die einst einen Garten dort bewirtschaftet hatten. So ist eine Sammlung von Geschichtlichem und Geschichten entstanden, die nicht nur für die Gärtner, sondern auch für Hochstedter und Vieselbacher von Interesse sein dürfte. Die Chronik kann beim Kleingartenverein bestellt werden - zunächst existieren nur wenige Ansichtsexemplare, von denen eines dem Heimatvereins-Vorsitzenden, Jens Schüßler, übergeben wurde. Andere Exemplare gingen an langjährige Mitglieder der Sparte. Diese erhielten auch eine Ehrenurkunde für langjährige Mitgliedschaft.
Interesse weckten ein Diagramm und ein Plan der Gartenanlage. Das Diagramm zeigte auf, welche Parzelle seit Gründung der Sparte an wen verpachtet war. Erst seit den siebziger Jahren gibt es darüber jedoch schriftliche Nachweise. So mancher griff zum Stift, um das Diagramm (die Tabelle) zu vervollständigen. Beide Pläne sollen beim Waidfest in Hochstedt weiter vervollständigt werden, da viele Hochstedter nach dem 2. Weltkrieg die Anfänge der Kleingartenanlage geprägt hatten und sich erinnern können.
Im Anschluss ging es an die Verlosung von kleinen Dingen, die das Gärtnerherz begehrt. So manches Gelächter begleitete den Gewinn einer Plastikgießkanne oder einer Plastikbüchse zum Aufbewahren von Lebensmitteln.
Man feierte danach noch zünftig weiter bis in die Nacht hinein. Selbstverständlich war am anderen Morgen noch Bier im Fass, das noch geleert werden musste.








