Vor den Feldern um Hochstedt hätten auch Schilder aufgestellt werden können mit der Aufschrift: „Dieses Feld macht eine Kur!“
Gemeint sind die Felder, die mit einer Zwischenfrucht im Herbst für Aufsehen erregten.
Rings um Hochstedt wurden Felder „in die Kur“ geschickt, indem man ihnen eine Ruhepause gönnt, um Nährstoffe zu tanken und den Boden zu verbessern. Nebeneffekt war die Bienenweide und der Hingucker schlechthin: die gelben Köpfe der Sonnenblumen, die sich aus dem weißen und blauen Blütenmeer herausreckten, um dann der Herbstsonne in ihrem täglichen Lauf zu folgen, bevor sie im Alter stur nach Osten blickten, dorthin wo die Sonne aufgeht. Was hier auf die Felder gebracht wurde sind neben den Sonnenblumen, Phazelia und Lupinen, die den Boden tief durchwurzeln, Nährstoffe einbringen, eine Humusdecke bilden und für Insekten und Bodenlebewesen als Nahrungsquelle dienen.
Ganz nebenbei wird auch die Aufnahme von mehr Wasser erleichtert. Das alles sind gute Voraussetzungen für die Folgefrucht, nachdem kühlere Temperaturen dem bunten Reigen ein Ende bereiten.









