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Ausstellung

Zu sehen waren, wie im Vortrag schon Angekündigt, neben Ausstellungstafeln zu den Phänologischen Jahreszeiten, Relief- und Klimakarten von Thüringen, Messinstrumente, Bilder von Wetterereignissen in Hochstedt, Wetterdisteln, Klimabeobachtung mittels Baumringen, Niederschlagsvergleiche in Thüringen, Temperaturkurven und viele weitere Sachen rund um das Wetter und Klima um Hochstedt.

Erste Besucher der Ausstellung

Schnell stellte sich heraus, dass zwei Exponate das besondere Interesse der Besucher fanden. Eines war im Museumsinneren zu sehen. Dabei handelte es sich um das Sturmglas.

In einem Glaskolben befinden sich zwei Flüssigkeiten, wobei eine davon bei Wetteränderung kristallisiert. Dabei handelt es sich um eine gesättigte Campher-Alkohol-Lösung. In ihr wachsen bei Wetteränderung Kristalle. Je stärker die Wetteränderung, desto größer die Kristalle. Das Glas wird auch als FitzRoy-Sturmglas nach dem Admiral Robert FitzRoy bezeichnet oder auch Dänisches Sturmglas nach Charles Darwin. Beide Männer unternahmen ab 1831 eine Seereise auf der Beagle unter FitzRoy, das Ziel war Südamerika.

Während dieser Reise erkannten FitzRoy und Charles Darwin folgende Erscheinungen des Kristallwachstums  im Sturmglas fest:

  • Wenn die Flüssigkeit im Glas klar ist, wird das Wetter sonnig und klar.
  • Ist die Flüssigkeit flockig, wird es bewölkt, Niederschlag ist möglich.
  • Wenn kleine Flöckchen in der Flüssigkeit schweben, kann man feuchtes, nebeliges Wetter erwarten.
  • Ein trübes Glas mit kleinen Sternen deutet auf Gewitter.
  • Sind an einem schönen Wintertag kleine Sternchen in der Flüssigkeit, wird es schneien.
  • Sind große Flocken überall in der Flüssigkeit, wird es je nach Jahreszeit bedeckt oder im Winter fällt Schnee.
  • Wenn viele Kristalle auf dem Boden sind, gibt es Frost.
  • Wenn sich an der Oberfläche Kristalle bilden, wird es stürmisch.

Das Sturmglas soll dabei eine Vorhersage über einen Zeitraum von ca. 24–36 Stunden erlauben.

Sturmglas

Wir hatten für interessierte Besucher, kleine Mitbringsel in Form von Sturmgläsern besorgt, die als Andenken gern gekauft wurden.

Das zweite Exponat, welches großes Interesse hervorrief stand vor dem Museum und war eher als Spaß dort hingestellt worden. Einen Wetterstein kennt dabei wohl jeder, denn darum handelte es sich in diesem Fall. An einem Gestell hängt an einem Strick ein Stein, welcher das Wetter anzeigt. Dabei ist der Stein sehr zuverlässig. Man konnte an ihm ablesen, wenn es regnete, denn dann war er nass. Wer er nicht zu sehen konnte man von Nebel ausgehen. Bewegte er sich hin und her war es windig usw.

Goethe-Barometer und Wetterbuch

Auch anderen Exponaten, wie dem Goethe-Barometer oder dem Wetterbuch mit Wetteraufzeichnungen aus 10 Jahrhunderten standen ebenfalls im Mittelpunkt.

Nachdem die Besucher die Ausstellung besichtigt hatten, konnte man sich noch im Zelt im Hof des Bürgerhauses bei einem Glas Bier oder einer Bratwurst über das Gesehene unterhalten.

Museumsnacht-Besucher